Ziel

Das erworbene sporttheoretische und sportpraktische Wissen in die athletische Grundausbildung und in die Trainingspraxis der jeweiligen Sportart umzusetzen, Trainingseinheiten im Nachwuchs(leistungs)- und Breitensport systematisch zu planen und pädagogisch-methodisch wirkungsvoll anzuleiten sowie Trainingsgruppen in Vereinen selbstständig zu führen und zu betreuen.

Insbesondere können Trainingseinheiten und Lehrgänge organisiert und die trainingsmethodischen Grundlagen sowie alle sicherheitsrelevanten Kenntnisse und Fähigkeiten des Wettkampfskibergsteigens vermittelt werden.

Kursinhalte

  • Sportpädagogische, sportpsychologische und ethische Grundlagen für den Trainingsbetrieb
  • Angewandte Trainings- und Bewegungslehre in Theorie und Praxis
  • Trainingseinheiten zur Verbesserung der konditionellen und koordinativen Fähigkeiten sowie sportmotorischer Fertigkeiten
  • Allgemeine und spezielle Sporttheorie, Grundlagen der Vorbereitung durch Trainingsmaßnahmen und Leistungsdiagnostik (Ausbildungsmodul 1)
  • Spezielles Anforderungsprofil der Sportart, Wettkampfformen und deren Besonderheiten und trainingsmethodische Maßnahmen vom Nachwuchssport bis zum beginnenden Leistungssport (Ausbildungsmodul 2)
  • Sicherheit im Skitourenbereich: Schnee- und Lawinenkunde, Orientierung und Kartenkunde, Wetterkunde, Unfallmanagement und relevante Techniken des Skibergsteigens für Aufstieg und Abfahrt (Ausbildungsmodul 3)

Eignungsprüfungskriterien

  • Ski-Fahrtechnikbeurteilung:
    • Sicheres, kontrolliertes alpines Grundverhalten
    • Abfahren im freien Skiraum mit Tourenausrüstung und Rucksack: Gelände mit unterschiedlicher Steilheit bis maximal 35°; Fahrtechniken: Parallelschwung mit Rhythmuswechsel (lange und kurze Radien im Wechsel); Tempo und Technik an Gelände und Schneebeschaffenheit angepasst
    • Kriterien: Tempokontrolle während der gesamten Abfahrt; Balance: alpines Fahrverhalten (Mittellage, Körperschwerpunkt über der Standfläche der Füße); Kurvenfahren durch ausgeprägte Beinarbeit (Auslösen der Kurven und Steuern der Kurven durch aktive Bewegungselemente der Beine)
  • Bergrettung: Ein Lawinenverschüttetensuchgerät (LVS-Gerät) in einem Rucksack in ca. 1 Meter Tiefe ist innerhalb von 8 Minuten zu orten und auszugraben. Sonde und Schaufel sind selbstständig im Rucksack mitzutragen.
  • Angabe von mindestens zwei Vereinsveranstaltungen bzw. Schulveranstaltungen (Training, Wettkampf etc.) im Bereich Wettkampfskibergsteigen, an denen mitgearbeitet oder die geleitet wurden

Die beiden ersten Kriterien können auch im Rahmen einer Skitour überprüft werden (Zeitdauer: ca. 6 Stunden).

Aufnahmebedingungen

  • Die Aufnahmewerberin bzw. der Aufnahmewerber muss im Jahr der Abschlussprüfung das 18. Lebensjahr vollendet haben.
  • Ärztliche Bestätigung über die medizinische Eignung für die Sportausübung, die zum Zeitpunkt der Eignungsprüfung nicht älter als 6 Monate ist
  • Bestehen der Eignungsprüfung

Abschlussvoraussetzungen

  • Bis zur Abschlussprüfung ist eine Qualifikation im Bereich „Erste Hilfe“ durch den erfolgreichen Abschluss eines Erste-Hilfe-Kurses im Ausmaß von mindestens 6 Stunden vorzulegen, der den Vorgaben bekannter Rettungsorganisationen entspricht und vor nicht mehr als 5 Jahren (gerechnet vom Ausbildungsbeginn) absolviert wurde.
  • Bis zur Abschlussprüfung ist ein 20-stündiges Praktikum in der Sportart zu absolvieren, z. B. in einem Sportverein oder einer Schule.

Abschlussprüfung

  • Mündliche Prüfungen in den Fächern:
    Bewegungslehre und Biomechanik
    Sportbiologie
    Trainingslehre
  • Praktische Prüfungen in den Fächern:
    Allgemeine praktisch-methodische Übungen (Lehrauftritt)
    Sportartspezifische praktisch-methodische Übungen (Lehrauftritt)

Fachverband

Ski Austria - Österreichischer Skiverband

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