Gründung ─ woher wir kommen

Die Bundessportakademien (BSPA) wurden im Zuge von Vorbereitungsmaßnahmen zur Einführung des Universitätsorganisationsgesetzes 1975 auf der Basis des Bundesgesetzes zur Ausbildung von Leibeserzieher*innen und Sportlehrer*innen im Jahr 1974 als Bundesanstalt für Leibeserziehung (BAfL) gegründet. Die Ausbildungen der Bundessportakademien (Instruktor*innen-, Trainer*innen-, Diplomtrainer*innen- und Sportlehrer*innenausbildung) sind somit gesetzlich geregelt. Die organisatorische und inhaltliche Gestaltung des Unterrichts ist durch Lehrpläne festgelegt. Die Standorte der Bundessportakademien befinden sich in Wien, Linz, Graz, Innsbruck und sind per Gesetz als mittlere berufsbildende Schulen eingerichtet. Mit 01.09.2016 wurde der Name "Bundessportakademie" im Bundessportakademiengesetz BGBl. I Nr.56/2016 gesetzlich verankert.

Ziele ─ was wir anbieten

Das Organisationsziel der BSPA besteht in der Ausbildung und Vermittlung einer qualitativ hochwertigen Anleitungskompetenz (Aus- und Weiterbildung) im Spiel-, Sport- und Bewegungsbereich.
Die  Absolvent*innen der BSPA werden in den Ausbildungen für verschiedene Zielgruppen qualifiziert, vor allem aber für den organisierten Sport der Dach- und Fachverbände, Spiel-, Sport- und Bewegungsangebote zu planen, durchzuführen und zu evaluieren.
Absolvent*innen der Diplomsportlehrer*innenausbildung erhalten in einem 6-semestrigen Bildungsgang eine allgemeine sportliche Grundausbildung und darüber hinaus eine vertiefende Ausbildung in mindestens einer Sportart. Die/der Diplomsportlehrer*in wird befähigt, Trainingsprozesse im Breitensport zu gestalten, im Freizeitsport alle Altersgruppen zu betreuen und im Gesundheitssport als Berater*in aktiv zu sein.

Gesellschaft ─ wozu es uns gibt

Die Bundessportakademien übernehmen in der österreichischen Bildungslandschaft eine wichtige gesellschaftliche Rolle. Durch die Zugehörigkeit der Bundessportakademien  zum sekundären Bildungsbereich kann die BSPA auch jenen Personen eine Ausbildung im Bereich Sport, Spiel, und Bewegung anbieten, die nicht die Voraussetzungen für den Hochschulbereich erbringen. Des Weiteren können die Bundessportakademien als Alleinstellungsmerkmal die Vergabe eines Abschlusszeugnisses mit dem Titel der "staatlichen Qualifizierung" vorweisen und dadurch der/dem Teilnehmer*in ein hohes Qualitätsniveau in der Ausbildung garantieren, das sich an internationalen Vergleichen bemisst.

Menschenbild ─ was uns beim Lehren leitet

Unabhängig von ihrer Vergangenheit, Herkunft und Einstellung verstehen wir Ausbildung als Lehr- und Lernprozess, der vom aktuellen Wissensstand sowie vom aktuellen Rollen- und Funktionsverständnis der Teilnehmer*innen als Anleiter*in und Trainer*in ausgeht.

Zum Erreichen individueller Zielsetzungen, zur Entwicklung eines persönlichen sportbezogenen Wertesystems und für ein grundlegendes wertschätzendes Miteinander werden die Anliegen der Teilnehmenden in den Ausbildungs- und Entwicklungsprozess an vielen Stellen miteinbezogen. Das fachlich orientierte Ausbildungsziel in den Ausbildungen an den Bundessportakademien ist, die Teilnehmer*innen mit jenen Fach-, Methoden-, Selbst-, und Sozialkompetenzen auszustatten, damit der qualitativ hochwertige Betreuungsprozess im Sport, den sportbezogenen und persönlichkeitsbezogenen Bedürfnissen der/des Sportlers*in bestmöglich entspricht.

Das ethisch orientierte Ausbildungsziel in den Ausbildungen an den Bundessportakademien kann darin gesehen werden, angehende Trainer*innen bzw. Anleiter*innen im Sport dabei zu unterstützen, ihre Sinn- und Zweckerfüllung im Sport zu finden.

Mit unserem Menschenbild als Lehrende nicht vereinbar sind physische und psychische Gewalt, Ausgrenzung und die Ausnutzung von Abhängigkeitsverhältnissen, bewusstem Aussetzen von Gefahren und Gefährdungen der Gesundheit, Alkohol-, Suchtgift- und Dopingmissbrauch sowie Betrug. Mit dieser Haltung versuchen sich die Lehrbeauftragten der BSPA von sportinhärenten Dynamiken der Leistungsmaximierung und des absoluten Gewinnstrebens abzugrenzen. 

Partner - Mit wem wir zusammenarbeiten

Das Ausbildungsspektrum der Bundessportakademien wird in Absprache mit der Sport Austria (ehem. Bundessportorganisation) geplant und erreicht alle in der Sport Austria organisierten Sportdach- und Sportfachverbände. Die BSPA sind somit Veranstalter und ausbildungsdurchführende Organisation für Ausbildungen, die für die österreichischen Sportdach- und Sportfachverbände durchgeführt werden. Jährlich wird das Ausbildungsangebot der BSPA von ca. 2500 Personen in Anspruch genommen, die sich für ihre Tätigkeit im Breiten-, Nachwuchs- oder Leistungssport qualifizieren.