Ziel

Das erworbene sporttheoretische und sportpraktische Wissen in die athletische Grundausbildung und in die Trainingspraxis der jeweiligen Sportart umzusetzen, Trainingseinheiten im Nachwuchs(leistungs)- und Breitensport systematisch zu planen und pädagogisch-methodisch wirkungsvoll anzuleiten sowie Trainingsgruppen in Vereinen selbstständig zu führen und zu betreuen. Die Verbesserung des Eigenkönnens ist in Verbindung mit umfangreichem fachspezifischem Wissen ein vorrangiges Ausbildungsziel. So ist die Verbesserung der Eigenkompetenz und der Methodenkompetenz im Kontext einer fundierten Sach- und Sozialkompetenz beim Führen einer Gruppe in der Trainingspraxis, im freien Gelände sowie im Nachwuchs- oder Breitensport zu sehen.

Kursinhalte

  • Sportpädagogische, sportpsychologische und ethische Grundlagen für den Trainingsbetrieb
  • Angewandte Trainings- und Bewegungslehre in Theorie und Praxis
  • Trainingseinheiten zur Verbesserung der konditionellen und koordinativen Fähigkeiten sowie sportmotorischer Fertigkeiten
  • Fachspezifische theoretische und praktische Einheiten zu den unterschiedlichen Disziplinen im Kajak- und Kanusport
  • Alpine Gefahren sowie Berge- und Seiltechniken im Wassersport
  • Erste Hilfe und Rettung im Wassersport
  • Flusskunde

Eignungsprüfungskriterien

  • Beherrschen der Spezialdisziplin mit entsprechenden sicherheitstechnischen Ansprüchen in Bezug auf Material und Ausrüstung auf gutem Niveau
  • Die Überprüfung orientiert sich am Wettkampfgeschehen (Testwettkampf: Flachwasser-Rennsport, Kanupolo, Kanuslalom, Wildwasserregatta und Freestyle) oder an Anforderungen im Wildwasser (Kenterrolle und Beherrschen von WW3) und muss in der Praxis auf dem Wasser nachgewiesen werden.
  • Die Bewerber werden auf einer Skala von 1 bis 10 bewertet, wobei 10 dem Standard für den Einsatz bei internationalen Wettkämpfen oder der Beherrschung von Wildwasser 5 entspricht. Es muss ein Wert von mindestens 5 erreicht werden.

Werden mehrere Ergebnisse aus Wettkämpfen in der entsprechenden Spezialdisziplin oder ein entsprechendes Tourenbuch (Wildwasser 3) vorgewiesen, aus dem hervorgeht, wann, wo und in welchem Schwierigkeitsgrad Flüsse befahren wurden, entfällt die Eignungsprüfung.

Aufnahmebedingungen

  • Die Aufnahmewerberin bzw. der Aufnahmewerber muss im Jahr der Abschlussprüfung das 18. Lebensjahr vollendet haben.
  • Ärztliche Bestätigung über die medizinische Eignung für die Sportausübung, die zum Zeitpunkt der Eignungsprüfung nicht älter als 6 Monate ist
  • Bestehen der Eignungsprüfung oder schriftlicher Nachweis der Befähigung (siehe oben)
  • Schwimmkenntnisse werden in einer Stellungnahme mit eigenhändiger Unterschrift bestätigt.

Abschlussvoraussetzungen

  • Bis zur Abschlussprüfung ist eine Qualifikation im Bereich „Erste Hilfe“ durch den erfolgreichen Abschluss eines Erste-Hilfe-Kurses im Ausmaß von mindestens 6 Stunden vorzulegen, der den Vorgaben bekannter Rettungsorganisationen entspricht und vor nicht mehr als 5 Jahren (gerechnet vom Ausbildungsbeginn) absolviert wurde.
  • Bis zur Abschlussprüfung ist ein 20-stündiges Praktikum in der Sportart zu absolvieren, z. B. in einem Sportverein oder einer Schule.

Abschlussprüfung

  • Mündliche Prüfungen in den Fächern:
    Bewegungslehre und Biomechanik
    Sportbiologie
    Trainingslehre
  • Praktische Prüfungen in den Fächern:
    Allgemeine praktisch-methodische Übungen (Lehrauftritt)
    Sportartspezifische praktisch-methodische Übungen (Lehrauftritt)
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