Ziel

Das erworbene sporttheoretische und sportpraktische Wissen in die athletische Grundausbildung und in die Trainingspraxis der jeweiligen Sportart umzusetzen, Trainingseinheiten im Nachwuchs(leistungs)- und Breitensport systematisch zu planen und pädagogisch-methodisch wirkungsvoll anzuleiten sowie Trainingsgruppen in Vereinen selbstständig zu führen und zu betreuen.

Vor allem Sportlerinnen und Sportler mit unterschiedlichen Behinderungen und Könnensstufen bezüglich Bewegung und Sport in (Behindertensport-)Vereinen und Institutionen im Behindertensport anzuleiten und zu betreuen, Behindertensportkurse und inklusive Sportwochen zu organisieren und behinderungsspezifische Grundlagen in ausgewählten Parasportarten für Einsätze im Breiten- und nationalen Wettkampfsport zu erlangen.

Kursinhalte

  • Sportpädagogische, sportpsychologische und ethische Grundlagen für den Trainingsbetrieb
  • Angewandte Trainings- und Bewegungslehre in Theorie und Praxis
  • Trainingseinheiten zur Verbesserung der konditionellen und koordinativen Fähigkeiten sowie sportmotorischer Fertigkeiten
  • Medizinische Grundlagen der im Behindertensport häufigsten Behinderungsformen
  • Rehabilitation und Prävention im Behindertensport, mögliche Sekundärschäden
  • Spezielle Methodik, Didaktik und Pädagogik im Amputiertensport, Blindensport, Zerebralparetikersport, Gehörlosensport, Mentalbehindertensport und Rollstuhlsport und deren Umsetzung in die Praxis
  • Medizinische und funktionelle Klassifizierung als Grundlage für den Wettkampfsport und für die sportartbezogene Eignung in Bezug auf die individuelle Behinderung
  • Sportbiologische Besonderheiten im Behindertensport
  • Inklusion und Behindertensport: Chancen und Herausforderungen wie Barrierefreiheit und das Arbeiten mit heterogenen Sportgruppen

Eignungsprüfungskriterien

Eine Eignungsprüfung im Sinne eines sportlichen Tests findet nicht statt.

Die Ausbildung richtet sich an alle Personen mit und ohne Behinderung, die Menschen mit Behinderungen im Sport anleiten und betreuen wollen, wie Übungsleiterinnen und Übungsleiter, Instruktorinnen und Instruktoren, Trainerinnen und Trainer, aber auch Betreuerinnen und Betreuer aus dem Behindertenbereich, Sonderschul- oder Integrationslehrerinnen und Integrationslehrer, Freundinnen und Freunde sowie Familienangehörige von Menschen mit Behinderung, die die notwendigen Grundlagen sportlichen Wissens und eine entsprechende athletische Grundausbildung zur Betreuung im Sport mitbringen.

Aufgrund der Beschränkung der Teilnehmerzahl werden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit absolviertem Basismodul PLUS Behindertensport der Übungsleiterausbildung des ÖBSV vorgereiht und zusätzlich wird ein Aufnahmegespräch durchgeführt.

Aufnahmebedingungen

  • Die Aufnahmewerberin bzw. der Aufnahmewerber muss im Jahr der Abschlussprüfung das 18. Lebensjahr vollendet haben.
  • Ärztliche Bestätigung über die medizinische Eignung für die Sportausübung, die zum Zeitpunkt der Eignungsprüfung nicht älter als 6 Monate ist
  • Bestehen der Eignungsprüfung

Abschlussvoraussetzungen

  • Bis zur Abschlussprüfung ist eine Qualifikation im Bereich „Erste Hilfe“ durch den erfolgreichen Abschluss eines Erste-Hilfe-Kurses im Ausmaß von mindestens 6 Stunden vorzulegen, der den Vorgaben bekannter Rettungsorganisationen entspricht und vor nicht mehr als 5 Jahren (gerechnet vom Ausbildungsbeginn) absolviert wurde.
  • Bis zur Abschlussprüfung ist ein 20-stündiges Praktikum in der Sportart zu absolvieren, z. B. in einem Sportverein oder einer Schule.

Abschlussprüfung

  • Mündliche Prüfungen in den Fächern:
    Angewandte Trainingslehre
    Kompetenzgespräch
    Sportbiologie
  • Praktische Prüfungen in den Fächern:
    Allgemeine praktisch-methodische Übungen (Lehrauftritt)
    Sportartspezifische praktisch-methodische Übungen (Lehrauftritt)

Fachverband

Österreichischer Behindertensportverband

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